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BLEIFREIER TREIBSTOFF FÜR ALTE AMERIKANER CORVETTES NEUES ACTIVE HANDLING SYSTEM
BLEIFREIER TREIBSTOFF FÜR ALTE AMERIKANER Die
Entwicklungen der letzten Jahre haben es mit sich gebracht, dass aus
Umweltschutzgründen nicht länger verbleiter Kraftstoff an den
Tankstellen erhältlich ist. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass auch die
Super Plus Qualität mit einer ROZ von 98 keinerlei Bleiersatzstoffe mehr
enthält, und daher für Autos aus den 20er bis 70er Jahren Probleme
entstehen können. Für besseres Verständnis der Materie muss man ein
wenig Historisches hervorholen. Zu
Urgroßvaters Zeiten, also um die Jahrhundertwende gab es Sprit nur in homöopathischen
Dosen beim Apotheker, die gute Bertha Benz musste bei ihrer ersten Überlandfahrt
ziemlich Zickzack fahren, damit sie alle paar Meilen einen Spritdruiden
aufsuchen musste, damit der hüstelnde Eintopf im Heck nicht mangels
Futter sein Leben aushaucht. Mit der beginnenden Motorisierung kamen natürlich
auch Tankstellen auf, die Spritqualitäten waren aber mies, weil die
niedrigverdichteten Motoren praktisch alles fraßen, was hineingeschüttet
wurde. Spätestens im zweiten Weltkrieg, mit dem rapiden Leistungsschub,
ausgelöst durch die Luftfahrtindustrie, stiegen die Verdichtungsverhältnisse,
Leistungen, Wirkungsgrade und Motorenbelastungen, und damit die
Anforderungen an die Kraftstoffqualität. Begriffe wie MOZ oder ROZ
(Oktanzahl) als Maß für die Klopffestigkeit wurden geschaffen, und gaben
Aufschluss über die Zündunwilligkeit des Luft-Kraftstoffgemisches. Zündunwillig
deshalb, da das Gemisch erst durch den Zündfunken kontrolliert zur
Verbrennung angeregt wird, und nicht durch heiße Stellen im Zylinder von
selbst explodiert, denn das ergibt die gefürchtete klopfende Verbrennung
(Klingeln), was nachhaltig zur Motorzerstörung fuhrt (Beim Diesel ist das
umgekehrt, da gibt es die Cetanzahl, die ein Maß für die Zündwilligkeit
ist, denn dort soll das Gemisch ja von selbst hochgehen). Irgendwann
war es aber nicht mehr möglich, den Sprit immer weiter hochzuzüchten,
denn er muss ja eine Vielfalt von anderen Features haben, neben den
Verbrennungseigenschaften. Rohes Motorenbenzol hat heute eine ROZ von etwa
87-90, liegt also in etwa auf dem Niveau von heutigem Normalbenzin. Alles
was darüber liegt, wurde und wird durch Beimengungen sogenannter Additive
erreicht, und in der Zeit nach dem Krieg war eben BTE (Bleitetraäthyl)
ein ideales Mittel dazu. Man konnte die ROZ damit bis auf über 100
treiben, und die Motoren liefen sehr gut und effizient damit. Als
angenehme Nebenwirkung zeigte sich, dass dieses "Bleibenzin"
eine kühlende Wirkung im Zylinderinneren ("Innenkühlung")
hatte, die Ventilschäfte schmierte und an heißen Stellen (Ventilsitze)
einen Belag bildete, der schlagdämpfende Wirkung hat. Die
Motorenindustrie stellte sich natürlich darauf ein, und konstruierte nur
noch Motoren, für die dieses Benzin ein Lebenselixier darstellte (vor
allem Hochleistungsmotoren mit Graugussköpfen ohne gehärtete Ventilsitze
und Führungen; bei Aluköpfen hingegen waren diese Ventilsitzringe immer
notwendig, weil Alu weicher ist als Grauguss, weshalb sich die
Stahlventile sehr rasch in die Sitze einschlagen würden. Außerdem wurden
die Ventilführungen einfach und sehr eng gestaltet, da das BTE ohnehin
gut schmierte und die Ventile kühl hielt. Als
man in den 70ern begann, Benzin "grüner" zu machen, da man die
schädlichen Umweltauswirkungen von BTE erkannt hatte, sanken zuerst
einmal die ROZ's, und damit die Verdichtungsverhältnisse der Motoren und
deren Leistungen und Wirkungsgrade. Außerdem musste die fehlende Schmier-
und Innenkühlwirkung des Bleistoffes durch andere, erweiterte Ventilführungen
ersetzt werden, weshalb die ersten Bleifrei-Motoren relativ viel Öl
mitverbrannten, was wieder kontraproduktiv war für geregelte
Katalysatoren. Die Katze biss sich anfänglich also in den Schwanz. Der
beste Ausweg war der Umstieg auf Leichtmetalle, zu mindestens im
Zylinderkopfbau. Hier wurden die Führungen und Sitzringe ja immer
praktiziert, und man konnte auf gemachte Erfahrungen zurückgreifen.
Eine gute Nachricht kommt aus Amerika für diejenigen unter uns, die auf ihren Fahrzeugen statt der originalen Auspuffkrümmer aus Gusseisen die beliebten Headers verwenden. Die Freude am leistungssteigernden Effekt wird oftmals getrübt durch ein zischelndes Motorgeräusch. Die meisten Headers sind einfach nicht ganz dicht zu kriegen! Abhilfe schafft nun die Firma Bassani Manufacturing mit ihrer neuen Stainless Steel Header Gasket Serie. Die neuartige Auspuff-Dichtung besteht aus einer Kombination aus einem sehr präzisen Dichtungsrahmen und Dichteinsätzen aus Graphitfolie individuell für jede Auspuff-Öffnung. Die einzelnen Dichtelemente gewährleisten eine optimale Abdichtung der Auspuffgase auch bei höchstem Druck und extremer Hitze. Die Graphiteinsätze sind extra zu erhalten, sodass einer oftmalige Verwendung der bereits patentierten Hi-Tech-Dichtung nichts mehr im Wege steht. Sie ist derzeit für Ford- und Chevymotoren lieferbar und kann mit allen Arten von Headers verwendet werden. Nähere Auskünfte über dieses Wunderding erteilt Bassani Manufacturing, 2900 E. La Jolla Street, Anaheim, CA 92806, Telefon 001/714/630 1821. Die Entwicklung von schadstofffreien Automobilen wird wesentlich von der Gesetzgebung des US-Bundesstaates Kalifornien beeinflusst. An den dort festgelegten Normen führt für die Automobilindustrie der ganzen Welt kein Weg vorbei. Trotz eines zeitlichen Aufschubs steht das Null-Emissions-Auto weiter auf der Tagesordnung. Die gegenwärtige Verschärfung der wirtschaftlichen und sozialen Lage hat der Diskussion um die Verbesserung des Umweltschutzes etwas den Wind aus den Segeln genommen. Dennoch bleiben globale Probleme wie Treibhauseffekt und Klimaänderung weiter auf der Tagesordnung. Unvermeidlich bekommt damit auch die Diskussion über die Minimierung und Eliminierung des Schadstoffausstoßes insbesondere im Verkehr immer neue Nahrung. Magermotor; 3 Liter-Auto und Null-Emissionsfahrzeuge bleiben in Verbindung mit dieser Problematik weiter ein wichtiges Thema. Kalifornien gilt bei der Umweltgesetzgebung als absoluter Vorreiter in den Vereinigten Staaten. Das trifft auch auf die Durchsetzung von anspruchsvollen Umweltstandards in der Automobilindustrie zu. Unter anderem geht die Erfolgsstory des Katalysators auf die rigiden Vorschriften in dem Sonnenstaates an der Pazifikküste zurück. Anfang der 90er Jahre folgte der nächste Paukenschlag mit einem Gesetz, wonach bereits zwischen 1998 und 2000 zwei Prozent der auf dem Markt kommenden Neuwagen Elektrofahrzeuge bzw. emissionsfrei sein müssten. In weiterer Folge sollte ihr Anteil bis zum Jahr 2002 auf 5% und ab dem Jahr 2003 auf 10% steigen. Während an dem letztgenannten Ziel festgehalten wird, hat der Gesetzgeber in Kalifornien zum Teil unter dem Druck der Automobilindustrie und zum Teil aus technologischen Gründen eine Modifikation vorgenommen. Und zwar wurde mit den sieben größten Anbietern in den USA eine flexible Vorgangsweise vereinbart, bei der mittelfristig mit weniger staatlichem Zwang das gleiche Ziel verwirklicht werden kann. In diesem Zusammenhang bescheinigte der US-Experte Dr. Oreste M. Bevilacqua im Rahmen der Austrosolar 96 der Autoindustrie seines Landes große technologische Fortschritte, die beispielsweise durch die Gründung eines Konsortiums zur Entwicklung und Produktion einer Hochleistungsbatterie erreicht worden seien. Gleichzeitig haben die Konzerne aber gemeinsam mit der Mineralölindustrie darauf hingearbeitet, die Zeitvorgaben für die Einführung der Elektrofahrzeuge hinauszuschieben. Laut Bevilacqua weicht die im März dieses Jahres vom California Air Resources Board beschlossene Modifikation dennoch nicht von der Zielsetzung ab, dass ab Mitte des nächste Jahrzehnts ein Anteil von 10% Elektrofahrzeugen auf den Markt kommt. Der Beschluss zielt jedoch auf eine flexiblere Vorgangsweise: Statt der starren Vorschriften werden zwischen dem Bundesstaat Kalifornien und den sieben größten Automobilproduzenten auf dem US-Markt Einzelverträge abgeschlossen. In diesem Rahmen haben GM, Ford und Chrysler bereits zugesagt ab 1998 15.000 (statt der ursprünglich ins Auge gefassten 20.000) E-Autos zu verkaufen. Dass die ebenfalls unter die Bestimmung fallenden japanischen Konzerne nicht untätig bleiben, beweist eine Initiative der American Honda Motor Company. Sie hat vor kurzem ein Honda EV (Electric Vehicle), das vier Passagieren Platz bietet und von Nickelhydridbatterien angetrieben wird, der Öffentlichkeit vorgestellt. Von dem Modell werden zunächst 800 Stück produziert. Sie sollen vorläufig in Südkalifornien von ausgewählten Händlern als Mietauto angeboten werden. Zu diesem Zweck gibt es ein Full-Service-Paket, das Wartung, Versicherung, Pannenhilfe und Batterietausch umfasst. Den stärksten Impuls für seinen Optimismus in die Zukunft des Elektroautos schöpft der US-Experte Bevilacqua aus der Tatsache, dass die US-Autofirmen wegen der staatlichen Vorgaben bereits hohe Summen in die Entwicklung dieser Technologie gepumpt haben. Die Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass der Markt etwa ab dem Jahr 2005 ohne staatliche Reglementierung funktionieren wird. Von diesem Zeitpunkt an rechnet Bevilacqua damit, dass E-Fahrzeuge mit vergleichbaren Benzin- und Dieselfahrzeugen konkurrenzfähig sein werden auch was die Preise betrifft. Der Preis ist nach Umfragen für die Durchsetzung des Elektroautos in Europa der springende Punkt. In Österreich können sich nach einer Fessel+GfK Befragung rund 25 Prozent der Befragten vorstellen, ein derartiges Fahrzeug zu fahren. Voraussetzung dafür ist allerdings die Prämisse, dass der Preis stimmt. Diesen potentiellen Markt der Zukunft lassen natürlich auch die europäischen Automobilproduzenten unter anderem aus Imagegründen ebenfalls nicht links liegen. Am Rande der Austrosolar 96 waren am Wiener Rathausplatz nicht nur Kuriosa aller Art aus der Hand von Autobastlern zu sehen. Konzerne vom Zuschnitt Citroens nahmen die Gelegenheit wahr, um ihren Stand der Technik auf dem Gebiet des Elektroautos zu präsentieren. Ist von Null-Emissionsfahrzeugen die Rede, steht übrigens nicht nur das Elektroauto zur Diskussion. Mercedes arbeitet beispielsweise intensiv an der Weiterentwicklung des Brennstoffzellen-Fahrzeugs, bei dem der absolut umweltfreundliche Wasserstoff als Energiespender zum Einsatz kommt. Hauptproblem bei der praktischen Anwendung der Wasserstoff-Technologie ist vorläufig der große Raumbedarf für das im Fahrzeug mitgeführte "Kleinkraftwerk". Nachdem die Entwickler von Mercedes bei der Reduzierung des Volumens in kurzer Zeit große Erfolge erzielt haben, würde es nicht weiter überraschen, wenn es gelingt, auf diesem Gebiet weitere Fortschritte zu erzielen. Im Bereich der Automobilwirtschaft zeichnet sich, wie es aussieht, noch keine ,,Ende der Geschichte" ab. Vielmehr dürfte das nächste Jahrtausend Neuerungen bringen, von denen wir heute noch nicht einmal träumen. Für die Corvette der 1998er Generation gibt es eine neue Sonderausstattung, die man
kaum wirklich brauchen wird, wenn es allerdings wirklich mal kritisch wird, wird man froh
sein sie zu haben! Es handelt sich dabei um das Active Handling System der neuen Corvette
des Jahrgangs 1998. Dieses System ist nur eines der vielen technologischen Wunder mit
denen die aktuelle Corvette-Generation ausgestattet ist oder ausgerüstet werden kann.
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